SPD-Ortsverein stellt sich neu auf

04. Juli 2025

Jahreshauptversammlung: SPD Ortsverein Flintsbach-Brannenburg-Nußdorf blickt mit neuem Vorstand in die Zukunft

Brannenburg – Der SPD-Ortsverein Flintsbach–Brannenburg–Nußdorf hat sich im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung am 3. Juli neu aufgestellt. Nach dem Wegzug des langjährigen Vorsitzenden Michael Rusp im vergangenen Jahr war zunächst unklar, wie es mit dem Ortsverein weitergehen würde. Rusp hatte das Amt seit dem Zusammenschluss der drei Ortsvereine im Jahr 2013 inne und prägte über Jahrzehnte die sozialdemokratische Arbeit im Inntal – insbesondere in Flintsbach.

Anfang des Jahres übernahm Richard Salomo kommissarisch den Vorsitz und wurde nun von den Mitgliedern offiziell im Amt bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ulrich Buchner gewählt. Andrea Dirl bleibt dem Ortsverein als erfahrene Kassiererin erhalten. Robert Köhler wurde zum Delegierten für den Unterbezirksparteitag gewählt.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung betonte Salomo die Bedeutung kommunalpolitischer Arbeit: „Gerade heute zeigt sich, wie wichtig es ist, dass demokratische Parteien auch in den Gemeinden sichtbar bleiben. Politik beginnt vor Ort – bei den Themen, die die Menschen direkt betreffen.“ Die SPD müsse daher wieder stärker Präsenz zeigen und zur Diskussion einladen.

„Unsere Partei hat es nicht leicht“, so der 35-jährige Politikwissenschaftler aus Brannenburg. Populisten stellten sozialdemokratische Errungenschaften zunehmend in Frage. Gleichzeitig werde in der Berichterstattung häufig nur ein oberflächliches Bild der SPD gezeichnet: „Derzeit geht es meist um Personalfragen oder den Streit um die Wehrpflicht. Wichtige Diskussionen zu einem möglichen Grunderbe, zur Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege, zu stabilen Mieten oder bezahlbaren Wohnraum finden dagegen kaum Gehör.“ Dabei sei der Einsatz für gleichwertige Lebensverhältnisse, Gleichberechtigung, gute Arbeitsbedingungen und eine verlässliche soziale Absicherung wichtiger denn je.

Mit den Delegierten- und Vorstandswahlen ist der erste Schritt zur Neuaufstellung gemacht. In den kommenden Monaten will der Ortsverein Ideen sammeln, Themen setzen und neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen.

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